angelikademel

10. Dezember 2009

Margrite und Francois/Phillippe

Abgelegt unter: Eine Liebe in Bamberg, Margrite und Phillippe — angelikademel @ 14:23

In der Stadt

Francois war nach Nürnberg geflogen und von dort mit dem Zug  Bamberg entgegen. Er breitete geradezu seine Arme aus, Bamberg zu kosen….und vielleicht auch Margrite.. Endlich…Er stand am alten ehrwürdigen Bahnhof und reckte sich, es war 10.00 morgens.

Die Menschen waren viel ruhiger im Schritt, viel langsamer in der Gangart als in Marseille. Er beobachtete junge Mädchen ,wie sie viel zu jung rauchten ,oder viel zu früh küssten vor dem Bahnhof, an die Wand geklatscht tauschten sie ihre Zungen mit erwachsenen Männern aus.

Francois grinste ein wenig, er dachte an seinen ersten Kuss den er mit 11 Jahren seiner Kinderliebe gab, und wie sie seine Zunge ansaugte und er Angst bekam, dass sie ihm die Zunge rausriss. Lange ,ganz lange hatte er nicht mehr geküsst und auch heute küsste er eher selten. Aber wenn er küsste, aus Liebe.Ja Liebe….

Er dachte an Margrites Lippen , an dieses Rot ,das ihn herausforderte und an diese Feuchte auf den Lippen, oder war es nur das Bild das er sich von ihr machte, er schwitzte und schämte sich wegen der Gedanken.

Er war doch gekommen ihr zu helfen, bei ihrem Nähe-Distanz-Konflikt, den sie wohl hatte wie Phillippe erzählte.

Sie konnte nur mit Menschen zusammensein die sie auf Distanz hielt, so wie ihren Mann George und wie ihre Katze Iphigenie. Phillippe misstraute sie immer, wenn er weg war. Sie vermutete andere Frauen bei ihm…als er so grübelte, kamen ihm Bilder von Phillippe, wie er ihn mit Bernadette im Bistro gesehen hatte, und wie sie immer nach seiner Hand griff, gierig und er verlegen weg schaute.

Wo war sie, Margrite…er lief am Schönleinsplatz vorbei, die Lange Strasse runter in die Kapuzinerstrasse. Ahhh, da wohnte sie…er läutete.

Es vergingen Zehntel von Sekunden und er stellte sich Margrite vor, mit langem Haar wie eine Elfe wie ein Kind, wie sie erscheinen könnte vor der Tür..

Ein Mann machte auf….”Wer sind sie??” Francois schaute ein wenig verdattert…”wohnt hier nicht Margrite?”

“Woher kennen Sie meine Frau? Was wollen Sie von ihr?”

herrisch sein Tonfall ,er baute sich auf wie ein Haus im Türspalt des Hauses.

Aha, dachte Francois..er vereinnahmt sie, sie will flüchten und es gelingt nicht weil er sie beschützt?

“Ich bin Kollege, ich bin Anlytiker, ich wollte bei Ihrer Frau die Lehranalyse machen. Ich bin gerade in Bamberg….”

“Und da kommen sie extra aus Frankreich…Sie sind doch Franzose, oder???”

Ohhh .Francois schwitzte wieder, so ein Schrank ,so ein Mann, der gab nie auf, was konnte er noch ausspielen dass dieser Mann ihn reinließ?”

“Sie ist in ihrer Praxis..sie können Sie dort ja anrufen.,….”…eine KÄtzin raste zur Haustür, Francois bückte sich…aber George kam ihm zuvor..”nein,nein, du bleibst da. meine Kleine…” Sagte er liebevoll zu Iphigenie….Francois war erstaunt über den wechsel der Tonarten seiner Stimme.

Ahaahaja, er konnte auch sehr sanft sein und sehr liebevoll. Oh das wird sicher spannend. Und die Tür war zu.

Die Tür war einfach zu und er stand im Regen Bambergs, zog sich den Mantel über die Ohren und rief in Margrites Praxis an…..Anrufbeantworter…diese Stimme….er musste sie sehen….

“Wie komme ich zum Kaulberg?”….”Do gehns bis zur Obern Brücke und dann laafens einfach weider, dann sinds bald dod.Dann frongs nummol.

Won Sie schomal hier?”

fragte ihne eine ältere Bambergerin…

“Ja früher…mit einem Freund…”. Er hatte manchmal Phillippe besucht in der Jugendzeit, denn Philllippe liebte diese Stadt und verbrachte viele Monate im Jahr hier, weil er hier so gut schreiben konnte.

Francois lief am Kranen vorbei, die Sandstrasse entlang und hoch zum Kaulberg…..er fragte , er fragte und man sagte,  man sagte…und er fand.

Er  läutete…und läutete, er fror…seine Hände waren kalt.

Es öffnete ihm eine Frau, nein, ein Wesen, ein Kind …ein Schauder überfiel ihn…das war sie…diese Fruchtbarkeitsgöttin aus Fleisch und Blut sollte ein Näheproblem haben? Oder meinte nur Phillippe, dass sie eines hatte, damit er Argumente hatte, fern zu bleiben?

Er hielt ihre Hand, sie bat ihn nach oben.

Lara hatte Tee gekocht und sie stellte Jurij heissen Holundertee hin und Weihnachtsplätzchen. Jurij setzte sich und schaute Lara tief ins Gesicht und

er streichelte ihre Wange…..

“Du bist also Margrite….?”

Es war still im Raum.Leise tanzten die Gedanken an der Decke und sangen sich ein Lied…

Margrite sah Francois, doch  fühlte Phillippe´s Hand…

Die Michaelskirche läutete zu Mittag.

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